
Wenn man mehrere große Pressen an dieselben elektrischen Anschlüsse anschließt, entsteht eine unruhige EMV-Situation. Antriebe, PLCs sowie andere Geräte erzeugen Störungen in den Leitungen für die Lampen und die Zündkreise – das kann dazu führen, dass der Lichtbogen nicht mehr im optimalen Bereich arbeitet. Wenn die UV-Leistung schwankt, ändert sich auch die Reaktion des Photoinitiators während des Arbeitsprozesses. Das merkt man in der Qualität des Endprodukts: Uneinheitliche Aushärte, schlechte Haftung oder Rückstände von Klebstoff – all das tritt auf, wenn die Lampe nicht richtig funktioniert.
Was wir technisch berücksichtigen:
Wir betrachten die Lampe und den Ballast als ein zusammengehörendes System. Eine Hochdruck-Merkurgaslampe benötigt einen Zünder sowie einen Ballast, die geschützt und gefiltert sind, damit durch Störungen keine Auswirkungen auf den Lichtbogen entstehen. Dadurch bleibt die Spektralstrahlung im UVA-Bereich stabil, und die maximale Strahlungsintensität bleibt konstant. Wir messen die Leistung in mJ/cm² und überwachen die Lebensdauer der Lampe anhand einer Degradationskurve – nicht anhand von Marketingzahlen. In der Regel können die Lampen mehr als 5.000 Stunden lang verwendet werden, ohne dass die Leistung um mehr als 5 % abnimmt, sofern sie unter den vorgegebenen Bedingungen betrieben werden.
Warum das in einer Maschinenhalle wichtig ist:
Die Fähigkeit zur Störungsunempfindlichkeit sorgt dafür, dass die Maschinen weiterhin zuverlässig funktionieren. Wenn nahegelegene Maschinen arbeiten, behält die Lampe weiterhin ihre eingestellten Werte bei. Die Aushärtungskraft bleibt dabei von Auftrag zu Auftrag sowie von Schicht zu Schicht konstant. Dadurch wird der Ausschuss reduziert, die Farbe und der Glanz bleiben innerhalb der Spezifikationen – und man muss die Maschine nicht verlangsamen, um eine unzureichende Aushärtung auszugleichen. Der Energieverbrauch bleibt vorhersehbar, da das System nicht überlastet wird, um Unstabilitäten auszugleichen. Zudem bedeutet weniger Austausch der Lampen weniger Wartungsunterbrechungen.
Ein paar praktische Hinweise:
Befestigen Sie den Ballast in der Nähe der Lampe. Sichern Sie außerdem eine ordentliche Verkabelung und Erdung sowie einen guten Luftstrom über den Reflektor, damit die Temperatur kontrolliert bleibt. Die Lampe benötigt eine stabile Stromversorgung sowie ein sauberes optisches Fenster – Staub und Lösungsmittel auf dem Quarz können die Strahlungsintensität beeinträchtigen. Die Kompatibilität hängt von der Anschlussmöglichkeit der Maschine, der Länge der Lampe sowie der Geometrie des Reflektors ab. Überprüfen Sie daher vor dem Austausch einer neuen Lampe deren Eigenschaften.