
UV-Lampen bauen, die wirklich lange halten – und den Planeten nicht schädigen
Die meisten von uns sind es gewohnt, mit herkömmlichen Quecksilberdampflampen zu arbeiten. Sie funktionieren zwar, doch sie sind äußerst schwierig zu ersetzen, sobald sie kaputtgehen. Deshalb konzentrierten wir uns auf Galliumiodid (GaI).
Diese Lampen arbeiten im optimalen Bereich – meist zwischen 253,7 nm und 310 nm – und füllen somit die Lücke, die andere Lichtquellen nicht schließen können. Wir haben sie speziell für Anwendungen in der Industrie entwickelt, bei denen es unbedingt wichtig ist, dass keine chemischen Stoffe in die Arbeitsumgebung gelangen.
Einfache Erklärung der Wissenschaft
Durch die Verwendung von Galliumiodid anstelle von Quecksilber kann man das Verhalten des Lichts beeinflussen. Das Licht dringt tiefer in Polymere und biologische Membranen ein. Wir haben viel Zeit damit verbracht, den Gasdruck sowie die Elektroden so einzustellen, dass die Intensität des Lichts optimal ist. Das Ergebnis: Eine konzentrierte Kombination aus UV-C- und UV-B-Strahlen. Dadurch wird die Vernetzung von Harzen beschleunigt – außerdem muss man sich keine Sorgen um die Toxizität von Schwermetallen machen. Es ist einfach sauberer.
Lampen, die lange halten
Wir hatten genug davon, dass UV-Lampen frühzeitig kaputtgingen. Deshalb haben wir die Herstellungsmethode geändert. Zuerst haben wir die lötfähigen Materialien auf Basis von Blei weggelassen. Anschließend haben wir hochreinen synthetischen Quarz verwendet. Wenn man schon einmal UV-Lampen benutzt hat, weiß man, dass sie im Laufe der Zeit „trüb“ werden – das nennt man Solarisation. Dadurch sinkt die Leistung der Lampe. Unser Quarz widersteht diesem Problem.
Außerdem haben wir die Form der Elektroden angepasst. Dadurch wird verhindert, dass Material abgeschieden wird und den Inneren der Lampe verunreinigt. Dadurch müssen die Lampen nicht alle paar Wochen ausgetauscht werden – was wiederum weniger gefährliche Abfälle bedeutet.
Praktische Anwendung
Wir haben diese Lampen als Ersatzlampen entwickelt. Man muss seine gesamte Ausrüstung nicht umbauen, nur damit die Lampen passen. Sie lassen sich einfach einsetzen.
Allerdings gibt es ein paar Dinge, auf die man achten muss. GaI-Lampen erwärmen sich nicht wie Quecksilberlampen. Man kann den Schalter also nicht einfach ein- und ausschalten, wie bei einer Haushaltslampe. Sonst werden die Elektroden zerstört.
Auch der Ballast muss auf die spezifische Anfangsspannung von GaI eingestellt sein. Andernfalls kommt es zu Flackern oder einem vorzeitigen Versagen der Lampe. Bitte überprüfen Sie auch Ihre Lüfter. Wenn nicht genug Luft zirkuliert, sammelt sich Hitze an, die Wellenlänge ändert sich – und die Effizienz der Lampe sinkt stark.